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"Die Weisheit alter Hunde" - ein Buch von Elli H. Radinger

Seit unsere Hündin Gina unsere Familie bereichert, sind wir viel damit beschäftigt, sie einfach zu beobachten. Wie sie hingebungsvoll auf einem Spielzeug herumkaut, wie sie ausgelassen Bällen hinterläuft, wie sie entspannt auf dem Sofa liegt – auf dem Rücken, die Pfoten in die Luft – kurz: wie sie ihr Leben genießt.


Sie braucht dazu nicht viel. Futter, Wasser, Bewegung, Kraul-Hände, Hunde-Kumpels und als Sahnehäubchen etwas zum Spielen. Sie lebt im Hier und Jetzt. Und das rund um die Uhr. Klar ist es blöd, wenn ich mal später mit ihr spazieren gehe und aus reiner Gewohnheit kommt sie dann schon mal an, um nachzufragen, wann es denn losgeht. Aber, wenn ich ihr sage, dass es noch ein wenig dauert, dann vertraut sie mir einfach, dass ich mich schon um sie kümmern werde.


All diese kleinen und großen Beobachtungen beschreibt Elli H. Radinger in ihrem wundervollen Buch „Die Weisheit alter Hunde“. Und wie der Titel es schon sagt, geht es dabei vorangig um ältere Hunde. Wie sie uns durchs Leben begleiten und wir sie. Die Bindung, die entsteht und die (meist) mit dem Älterwerden noch inniger wird. Diese manchmal wortlose Kommunikation, das zunicken, der kurze Blickwechsel. Aha, ja verstehe schon.


Und sie schreibt vom Abschied nehmen. Davon wie sie es vor Jahren mit ihrem Seelenhund erlebt hat und wie es heute mit ihrer Hündin ist, die nun auch in die Jahre kommt.


Beim Lesen habe ich geweint, geschmunzelt, gelacht. Immer wieder mit dem Kopf genickt, denn stimmt, so ist das mit unseren wunderbaren vierbeinigen Familienmitgliedern. Neben dem geschriebenen Wort, gibt es auch noch viele wunderschöne Fotos, die mir ein Lächeln nach dem anderen aufs Gesicht gezaubert haben.


„Was wir von grauen Schnauzen über das Leben lernen können“ heißt es im Untertitel – ja, da gibt es wirklich eine ganze Menge.

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